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Oberviechtach (weu) Zum 37. Mal besuchte der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Oberviechtach das Krankenhaus, um den Patienten eine kleine Vorweihnachtsfreude zu machen. Nach der Begrüßung durch Chefarzt Dr. Constantin Held, der das Weihnachtskonzert nun schon seit fünfzehn Jahren begleitet, spielten die Bläser auf allen Stationen. Traditionell stand vor der Entbindungsstation das Lied „Ihr Kinderlein kommet“ auf dem Programm. Leider kam es in diesem Jahr zu keiner Geburt. Im letzten Jahr noch konnte während des Konzerts ein Neugeborenes  begrüßt werden. Begeistert empfangen wurden die Bläserinnen und Bläser in der geriatrischen Abteilung, wo sie auf dankbare Zuhörer trafen. Zum Abschluss schmetterte der Chor im Foyer „Oh du fröhliche“. Dr. Held bedankte sich und lud zu Punsch und Stollen ein.  Eine große Freude bereitete der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Oberviechtach den Bewohnern des Senioren- und Pflegeheims. Der schöne Brauch, Alte, Kranke und Menschen mit Behinderungen mit weihnachtlicher Musik zu erfreuen, ist für den Chor unter Leitung von Christine Forster gern gepflegte Tradition. Die Seniorinnen und Senioren sangen eifrig mit. Heimleiterin Katharina Schneider bedankte sich und lud die Musiker zu einem Getränk ein.


Oberviechtach. (weu) Wie schon seit vielen Jahren war die evangelische Kirchengemeinde am vierten Advent wieder zu einem besonderen musikalischen Gottesdienst eingeladen. Die letzten Tage vor dem Christfest werden immer in volkstümlich-meditativer Weise gefeiert. Der Gottesdienst wurde von den „Vielsaitigen Vier“ aus Schönsee/Schönthan mit Musikbeiträgen und Liedern gestaltet. Zwischen der Musik trug Lektor Udo Weiß Lesungen und besinnliche Texte vor. Karl Völkel (Orgel und Akkordeon), Anni Völkel (Hackbrett) sowie Thekla und Alfons Binder  (Zither und Bass) erfreuten die Gottesdienstbesucher. Die Gemeinde hatte in diesem Gottesdienst wieder Gelegenheit, noch einmal in der Schlussphase des Advents inne zu halten, zur Ruhe zu kommen und sich auf Weihnachten einzustimmen.

Bild: Die „Vielsaitigen Vier“ umrahmten den meditativen Gottesdienst in der Auferstehungskirche mit volkstümlichen Weisen: Karl und Anni Völkel, Alfons und Thekla Binder (von links). 


Oberviechtach (weu) Zum fünften Mal führten die evangelische und die katholische Kirchengemeinde eine Spendensammelaktion durch, die den Kindern der Tafel Amberg zugute kam. Insgesamt 45 Helfer waren in der Vorbereitung, Organisation und Durchführung tätig. Die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung war wieder enorm. An den Abgabeterminen häuften sich Tüten und Kartons mit Spielsachen, Plüschtieren und Büchern an, die in den folgenden Tagen begutachtet und sortiert wurden. An zwei Nachmittagen wurden die abgegebenen Spenden unter Mithilfe von Konfirmanden und Firmlingen eingepackt und beschriftet. Auch der Kindergarten St. Marien beteiligte sich eifrig an der Aktion, und die Schüler der Grundschule Niedermurach sammelten mit ihrer Schulleiterin Ortrud Sperl Geschenke, die sie liebevoll verpackten. Am Ausgabetag lieferten der evangelische Kirchenbus, ein Kleinbus der Freiwilligen Feuerwehr Oberviechtach sowie mehrere Privatautos die Kisten voller Geschenke in Amberg ab. Mitarbeiter der Tafel unter Leitung von Herrn Saurenbach hießen alle Helfer herzlich willkommen. Die Ausgabe der ungefähr 600 Päckchen an die bedürftigen Kinder war wieder ein beeindruckendes Erlebnis, das nur durch die vielen Spenden aus Oberviechtach und Umgebung möglich war. Die Verantwortlichen der Aktion, Jana Rustler, Susanne Setzer und Christine Schießl, haben sich mit den Helfern auch für eine weitere Aktion im Jahr 2011 ausgesprochen. Zum Thema „Tafel“ kommt Herr Saurenbach gerne als Referent zu Vereinen und Organisationen.

Bild: Groß war die Freude, als die Mitarbeiter der Sammelaktion für die Tafel Amberg 600 Päckchen an die Kinder abgeben konnten.


Oberviechtach (weu) Groß war die Freude, als die Damen des evangelischen Frauenkreises ihre Mitglieder, die mittlerweile im Senioren- und Pflegeheim wohnen, mit einem Adventsbesuch überraschten. Bei Kaffee und Kuchen trafen sich Annemarie Eibl, die Leiterin des Frauenkreises, und einige ihrer aktiven Damen mit den Bewohnern aus ihrem Kreis. Dieses Treffen hat nun schon Tradition und bedeutet für die fünf Damen, die sich im Seniorenheim wohl fühlen, Abwechslung und Austausch von Neuigkeiten.


Oberviechtach (weu) Eine übervolle Auferstehungskirche und ein begeistertes Publikum – so kann man das Konzert des Gospelchors "Good News" der evangelischen Militärseelsorge Lechfeld-Kaufbeuren am vergangenen Wochenende beschreiben. Die Idee von Pfarrer Leander Sünkel, Gospels in der Auferstehungskirche mit seinem Chor zu singen, erwies sich als Volltreffer. Schon der fulminante Einzug des 40-köpfigen Chors, bei dem die Sängerinnen und Sänger "swingend" und singend den Kirchenraum betraten, ließ erahnen, dass diese Gospelandacht etwas ganz Besonderes werden würde. Pfarrer Leander Sünkel, selbst Mitglied des Chors, begrüßte die zahlreichen Gäste und betonte, dass alles Gesungene sich an Gott richtet. Er ermunterte die Zuhörer, kräftig mitzusingen und mitzuklatschen. Nach diesem erhebenden Opening zog der Chor alle Register seines Könnens und begeisterte mit seinen klassischen Gospelliedern und Spirituals. Auch als Solist glänzte Sünkel im Duett mit seiner amerikanischen Partnerin und sang vom "lovely land". Beim Lied "Good News", das auch dem Chor den Namen gibt, wurden die Zuhörer mitgerissen. Bekannte Passagen wurden beim "Glory Halleluja", das ein Solist mit sonorer Bassstimme anstimmte, ebenso mitgesungen wie beim schwungvollen "I shall not be moved". Aber auch gefühlvolle Melodien wie das "Halleluja Jesus" gehörten zum Repertoire und verbreiteten eine festliche Stimmung. Der absolute Höhepunkt waren "O Happy Day" und "Down by the riverside", und spätestens beim "Stand up" hielt es die Zuhörer nicht mehr auf den Bänken. Alle sangen, wippten und klatschten vor Begeisterung mit. In einer kurzen Ansprache bekräftigte Pfarrer Sünkel, dass Gott den Menschen über das Leben hinaus trägt, und gab zu den Texten der Gospels Erklärungen. "Die Botschaft ist ansteckend und auch das ist ein Ziel unseres Chors", führte er aus. Nach dem Segen und dem imposanten "Amen" beendete der Chor sein Konzert. Natürlich gab es nach lang anhaltendem Applaus einige Zugaben wie das Lied von "Noah". Der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Udo Weiß, dankte dem fantastischen Chor für den wunderbaren Nachmittag mit mächtigem Chorgesang, viel Rhythmus, aber auch besinnlichen Teilen. Sein besonderer Dank galt den zwei Chorleitern, Stabsfeldwebel Andreas Kolhosser, der auch selbst als exzellenter Solosänger auftrat, und Martina Dittmeier, die am Klavier begleitete. Ein Vergelt´s Gott sprach er auch Leander Sünkel aus, der dieses Konzert erst möglich gemacht hatte. Im Anschluss waren die Sängerinnen und Sänger zu einem Kirchenkaffee in den Gemeindesaal eingeladen, wo sie an herbstlich geschmückten Tischen ein reichhaltiges Buffet sowie Kaffee und Kuchen genießen konnten. Bei der Verabschiedung merkte man, dass sich die Chormitglieder in Oberviechtach wirklich wohl gefühlt hatten und sicherlich wieder einmal auftreten werden.

Bilder:  Pfarrer Leander Sünkel sang mit seiner amerikanischen Partnerin ein Duett, das der Gospelchor "Good News" begleitete.
Singend und "swingend" betraten die vierzig Mitglieder des Gospelchors "Good News" aus Lechfeld-Kaufbeuren die vollbesetzte Auferstehungskirche.



Oberviechtach. (weu) Der Familienchor sang „wir bringen das Korn zum Altar, Gott hat uns beschenkt wie jedes Jahr“, als Dekan Karlhermann Schötz aus dem Dekanatsbezirk Sulzbach-Rosenberg zum Erntedankfest in die Auferstehungskirche einzog. Vor dem mit Erntegaben, Brot, Blumen und der Erntekrone reich geschmückten Altar begrüßte er die große Schar der Gottesdienstbesucher und wies auf den Erntefesttag hin: „Unser Leben und alles, was wir dazu brauchen, verdanken wir Gott. Wenn wir das vergessen, werden wir unzufrieden.“ In seiner Predigt betonte der Geistliche das „Danke sagen“. Als Dekan sprach er der evangelischen Gemeinde Oberviechtach Dank aus für die Geduld, die Treue und das Durchhalten in der über einjährigen Vakanz ohne Pfarrer. Er hob besonders die vorbildliche Arbeit von Prädikant Klaus-Dieter Zirkelbach, der Mesnerin und des gesamten Kirchenvorstandes mit seinem Vertrauensmann Udo Weiß hervor. „Ich bin Ihnen dankbar, dass Familienchor, Posaunenchor sowie alle Gruppierungen vorbildlich weitergeführt werden“, lobte er die Gemeinde und meinte weiter: „Es ist in Gottes Sinn, anderen Menschen Dank zu sagen für das, was sie tun.“ Als zweiten Grund des Dankes nannte Dekan Schötz den 20. Jahrestag der Wiedervereinigung: „Zu Friedensgebeten haben sich die Menschen vor der Nikolaikirche in Leipzig versammelt und von da an nahm das Wunder der friedlichen Revolution seinen Lauf“. Es erfülle ihn mit Stolz, dass die Menschen nach mehreren Kriegen die Wiedervereinigung auf friedlichem Weg, ohne Panzer und Gewalt erreicht hatten. Im „Danken“ stecke auch immer das „Denken“. Beim „Denken“ gehe es um die anderen, die hungern, die arbeitslos sind oder die die Umwelt für ihre Gewinne ausbeuten. „Mit den Hungernden das Brot brechen“ sei die andere Seite des Erntedankfestes, die von der Aktion „Brot für die Welt“ unterstützt werde. Posaunenchor und Familienchor umrahmten den Gottesdienst musikalisch.

Bild: Dekan Karlhermann Schötz aus Sulzbach-Rosenberg feierte mit den evangelischen Christen das Erntedankfest. 


Oberviechtach. (weu) Am 8. Mai 1910 wurde der "protestantische Verein Oberviechtach und Umgebung" von den wenigen evangelischen Christen, die damals in Oberviechtach lebten, gegründet. Das 100-jährige Bestehen der evangelischen Kirchengemeinde wurde am Sonntag mit Ehrengästen und den Gemeindegliedern würdig gefeiert. Der Vertrauensmann im Kirchenvorstand, Udo Weiß, der den Gottesdienst hielt, begrüßte in der Auferstehungskirche neben der Kirchengemeinde besonders Bürgermeisterin Christa Zapf, Altbürgermeister Wilfried Neuber und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Richard Kiener. Da Pfarrer Lothar Karl Joppien aus gesundheitlichen und Pfarrer Leander Sünkel aus beruflichen Gründen verhindert waren, freute er sich besonders, dass Pfarrer Hans-Martin Gloel, der von 1957 bis 1975 als Pfarrer in Oberviechtach gewirkt hatte, mit seinem Sohn Hans-Martin zu Gast war. Seinem Engagement war der Bau des Gemeindezentrums zu verdanken. Der Posaunenchor mit seiner Leiterin Christine Forster und Walter Wölfel an der Orgel umrahmten den Festgottesdienst musikalisch. In seiner Ansprache blickte Lektor Weiß auf die vergangenen 100 Jahre evangelische Kirchengemeinde zurück. Bilder der ehemaligen Geistlichen sowie des Gemeindelebens veranschaulichten den Vortrag. Lektor Weiß zeigte auch die fortschreitenden Erfolge in der Ökumene auf. "Durch das große Engagement vieler Ehrenamtlicher haben wir bereits ein Jahr ohne eigenen Pfarrer bewältigt und keinen Gottesdienst und keine Feier ausfallen lassen", hob er hervor und dankte allen Mitarbeitern. Nach dem Gottesdienst waren die Gäste zum gemeinsamen Frühstück in den Gemeindesaal eingeladen, den Gabi Gilch mit vielen Zwiebelblumen sehr festlich geschmückt hatte. Für Brotaufstriche und Kuchen hatten die Mitglieder des Frauenkreises und des Familienchors gesorgt. Pfarrer Gloel ließ es sich nicht nehmen, einige Sätze an die Festgemeinde zu richten. Er erzählte Anekdoten aus seiner 18-jährigen Pfarrzeit in Oberviechtach/Schönsee und berichtete von Begegnungen mit dem damaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Michael Malterer, Bischof Graber sowie katholischen Pfarrern. In all dem Gesagten wurde Gloels stetes Bemühen deutlich, den Menschen zu helfen, sie zum Kirchgang zu animieren und eine lebendige Kirchengemeinde zu schaffen. Udo Weiß bedankte sich abschließend bei allen, die zum Gelingen der 100-Jahr-Feier beigetragen haben und überreichte an Pfarrer Gloel ein kleines Geschenk.

Bild: Die Mitglieder des Kirchenvorstandes (von rechts) Annemarie Eibl, Udo Weiß und Klaus- Dieter Zirkelbach (links) sowie Organist Walter Wölfel freuten sich über den Besuch ihres ehemaligen Pfarrers Hans-Martin Gloel (Mitte) zum 100-jährigen Bestehens der evangelischen Kirchengemeinde.


Oberviechtach. (weu) Ein Spaten mit Kreuz und ein Kreuz mit der Aufschrift "Dominus sumus" sind die beiden Symbole für Militärseelsorge. Zu diesem Thema referierte Pfarrer Leander Sünkel, der seit einem Jahr in Lagerlechfeld als Militärpfarrer wirkt, auf Einladung des Frauenkreises. Zahlreiche Gäste hatten sich im Gemeindesaal der Auferstehungskirche eingefunden, um ihren ehemaligen Pfarrer Leander Sünkel zu begrüßen. Dieser stellte in einer Bilderschau zunächst seinen Standort vor und ging auf sein Amt als Militärpfarrer ein, das er als Bundesbeamter für maximal 12 Jahre ausüben kann. Zivile Kleidung könne er tragen, er müsse jedoch etwa durch ein Kreuz als Geistlicher erkennbar sein. "Der Dienst der Kirche im Bereich der Bundeswehr ist sinnvoll und wichtig", betonte er und leitete dieses Amt aus dem Artikel vier des Grundgesetzes ab, der die "Freiheit des Glaubens" garantiert. Für 1700 Soldaten ist jeweils ein Militärpfarrer zuständig, es gebe jedoch keine strikte Einteilung nach Konfessionen; "Wer gerade da ist, der hilft, wenn’s Probleme gibt", so begründete Sünkel das gute ökumenische Miteinander mit der katholischen Pastoralreferentin. Das umfangreiche Spektrum der Aufgaben in der Militärseelsorge demonstrierte Sünkel anschaulich mit Bildern aus seiner einjährigen Amtszeit. Zahlreiche Feld-und Gelöbnisgottesdienste, Taufen, Trauungen sowie Beerdigungen sind kirchliche Aufgaben, die zu seinem Aufgabengebiet gehören. Dazu kommt die Begleitung der Truppen auch bei Auslandseinsätzen. Ein breites Feld nimmt die Seelsorge der Soldaten ein, hier wird auch mit Sozial-und Drogenberatungsstellen sowie Rechtsanwälten kooperiert. Lebenskundlicher Unterricht ist Pflicht für die Soldaten. Die Geistlichen vermitteln ethische Grundsätze wie Kameradschaft, das Für und Wider von Religion sowie Überblick über andere Religionsgemeinschaften. "Kirche unter den Soldaten ist wichtig. Wir bewältigen täglich ein breites, spannendes Aufgabenspektrum, das auch uns immer wieder herausfordert", meinte er am Ende seines anschaulichen Vortrags. Die Leiterin des Frauenkreises, Annemarie Eibl, bedankte sich bei Pfarrer Leander Sünkel und lud zum gemütlichen Beisammensein mit kaltem Buffet ein, das von den Damen des Frauenkreises zubereitet wurde.

Bild: Inmitten seiner ehemaligen Kirchengemeinde referierte Pfarrer Leander Sünkel beim Frauenkreis über sein neues Aufgabengebiet, die Militärseelsorge. Die Leiterin Annemarie Eibl bedankte sich für die interessanten Ausführungen zur "Kirche unter den Soldaten".


Oberviechtach. (weu) „Klein, aber wichtig! Die Geschichte von Samuel und anderen kleinen Leuten“ – So lautete das Thema des ökumenischen Bibeltages, dessen Planung in diesem Jahr von der katholischen Pfarrgemeinde ausging. 60 Kinder und 20 Betreuer beider Konfessionen, darunter auch Ministranten und Konfirmanden, hatten sich in der Auferstehungskirche eingefunden.
 Zur Einstimmung erzählten Pfarrer Alfons Kaufmann, Alexandra Schmid, Florian Zimmet und Andreas Fleischer die Geschichte des Samuel in einem kleinen Rollenspiel. Sie beginnt mit der Missachtung von Hanna, die über viele Jahre kinderlos bleibt. Hanna wird von Gott erhört, ihr Sohn Samuel löst das erfolg-und glücklose Priestergeschlecht Elis ab. Samuel, der aus dem kleinen Volk kommt, spricht den Menschen Gottes Wort zu, wird Priester und Prophet Gottes. „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an“, dieser Satz ist der Schlüssel der Samuelgeschichte, mit der sich die Kinder von drei bis zwölf Jahren in vier Gruppen beschäftigten. Die Jüngsten bauten die Stiftshütte, den Ort des Gottesdienstes des Volkes Israel, mit Tüchern und schmückten sie mit gebastelten Lichtern. Die Gruppe der Sechs-und Siebenjährigen machte ein Luftballonspiel zu Samuels Satz  „wenn ich platzen könnte vor Wut“, stellte eine Rassel her und begleitete damit ein Sprechstück. Nach einem Rollenspiel gestalteten die Kinder von acht bis zehn Jahren eine Karte mit ihrem Bild und einem Steckbrief. Ein Puzzle aus dem Dankgebet der Hanna und die Bedeutung des eigenen Namens rundeten diese Gruppenarbeit ab. Auf den Bereich „Genaues Hören“ gingen die Ältesten in Konzentrationsübungen ein. Sie bastelten einen Schlüsselanhänger mit den Symbolen Auge, Mund und Herz. Passende Lieder studierte Paulette Siegl mit den Kindern ein. Nach dem Mittagessen, das von der „Küchencrew“ bestens vorbereitet wurde, konnten sich alle im Kirchgarten austoben. Spaß an der Bewegung und Gemeinschaftsgefühl standen im Vordergrund der „Olympiade“, die Kirchenvorsteher Udo Weiß an sieben Stationen anbot. Auch Fairness, Teamgeist und Rücksichtnahme wurden so trainiert. Den Abschluss des Bibeltages bildete eine Andacht in der Auferstehungskirche, bei der alle Gruppen die Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellten. Kaplan Marius Frantescu sprach von einem „ereignisreichen Tag, der gezeigt hat, dass auch kleine Leute wichtig sind“, dankte allen Mitarbeitern mit einem „Vergelt’s Gott“ und verteilte Lesezeichen mit dem Logo des Kinderbibeltages. 

Bilder:  Die Geschichte von Samuel stand im Mittelpunkt des Kinderbibeltages und wurde auf vielfältige Art erarbeitet. Eine Gruppe stellte sie mit Bibelfiguren dar.
Die Spiele-Olympiade mit sieben Stationen bereitete den Kindern große Freude und lockerte den Tag auf. 



Oberviechtach/Sulzbach-Rosenberg. (weu) Auf  „Easy Riders“ Spuren besuchten am vergangenen Samstag 14 Motorbiker mit Beifahrer aus dem Dekanat Sulzbach-Rosenberg die Eisenbarth-Stadt.  24 Motorradfreunde, darunter Pfarrerinnen, Pfarrer und Diakone,  machten bei ihrer „Spirit-Tour“ eine Rundreise durch das Dekanat. Auch Pfarrerin Heidi Gentzwein, die die Pfarrstelle in Oberviechtach mit betreut, war als Beifahrerin ihres Mannes  dabei. Nach dem Start auf dem Hochofenparkplatz in Sulzbach-Rosenberg ging es über Amberg in Richtung Osten. Nach einer Fahrt durch das Lauterachtal und das Murachtal ging die „Spirit-Tour“, die von Diakon Bernd Deyerl organisiert wurde, nach Oberviechtach. Vor der Auferstehungskirche begrüßte Vertrauensmann Udo Weiß in Gestalt von Doktor Eisenbarth  die Gäste und zeigte sich erfreut, dass man Oberviechtach als Ziel erwählt hatte. Passend zum Festspielwochenende lud er natürlich für das nächste Jahr zum Festspiel ein. Annemarie Eibl, Gabi Gilch und Helga Lankisch verwöhnten die Reisenden, nach einer kurzen Andacht mit Pfarrerin Heidi Gentzwein, mit selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und Getränken. Die Gäste bedankten sich für die herzliche Aufnahme und fuhren weiter durch das nördliche Dekanatsgebiet.

Bild: Vertrauensmann Udo Weiß begrüßte die motorisierten Gäste, die bei ihrer Rundreise durch das Dekanat auch im evangelischen Gemeindezentrum Halt machten.

Bild: weu

Oberviechtach. (weu) Tulpen, soweit das Auge reicht! Das Tulpen- und Frühlingsfest der evangelischen Gemeinde im Kirchgarten stand ganz im Zeichen der Frühblüher: In Töpfen, auf dem Altar, als Tischschmuck sowie in Kreisen und in Form eines Fisches (Zeichen der Christen) in der Erde. Zahlreiche Gäste besuchten zuerst den Gottesdienst am Samstagnachmittag mit Lektor Udo Weiß, dem Familienchor unter Leitung von Jana Rustler, dem Posaunenchor geleitet von Ehrenchorleiter Walter Wölfel, und dem Organisten Karl Völkel. Auch der frühere Pfarrer Leander Sünkel mit Familie konnte zur Freude der Gemeinde begrüßt werden. Anschließend gab es im Garten Kaffee und Kuchen, Brote sowie Getränke. Die Verantwortlichen waren über den großen Anklang bei der Bevölkerung erfreut und Udo Weiß konnte neben einer großen Zahl katholischer und evangelischer Gäste auch die drei Oberviechtacher Bürgermeister und viele Stadträte begrüßen. Vereinsvorstände sowie Vertreter von Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Kindergarten bekundeten ebenfalls ihre ökumenische Freundschaft.  Ein besonderes Highlight war die Gruppe „Tradimix“ aus Neunburger und Oberviechtacher Musikerinnen und Musikern, die traditionelle Lieder und Straußmelodien spielten. Als Dankeschön gab es von Gabi Gilch für jeden einen Strauß Tulpen, die von Dr. Günther Gilch frisch aus Holland geliefert wurden. Vertrauensmann Udo Weiß bestätigte den neun Musikerinnen und Musikern, dass ihr Auftritt  mit den wunderschönen Melodien der erste, aber sicherlich nicht der letzte in Oberviechtach war. Auch die junge Melanie Müller präsentierte ein Gesangssolo mit Unterstützung des „Gilch-Chors“. Beim Schätzwettbewerb, wie viele Blumenblüten als Dekoration an Schnüren hingen, gab es fünf Gewinner, die ein Posaunenchorständchen oder Kino- und Eisgutscheine erhielten, die von örtlichen Geschäften gesponsert wurden. Immer wieder stand  der überdimensional große Fisch aus weißen, roten, lilafarbenen und gelben Tulpen im Mittelpunkt. Sepp Biegerl und Melanie Hösl hatten viel  Freizeit geopfert und  beim Ausbaggern und Bepflanzen des Fisches mitgeholfen. Dafür bedankten sich Udo Weiß und Gabi Gilch mit einer Tulpenschale. Ein herzliches Vergelt´s Gott sprach Vertrauensmann Weiß Gabi Gilch aus für die Idee und Planung des Festes und dankte den vielen Helfern, die dieses Fest vorbereitet und mitgestaltet haben. Er freute sich über diese „lebendige und engagierte Gemeinschaft“  und lobte vor allem auch die Gemeindejugend, die sich so vortrefflich eingebracht hat. Ein Orgelkonzert von Karl Völkel und einige Stücke des Posaunenchors beendeten einen Nachmittag, bei dem sich auch das Wetter von seiner angenehmen Seite gezeigt hat.

Bilder: Zahlreiche Gäste feierten mit der evangelischen Kirchengemeinde ein Frühlings- und Tulpenfest und erfreuten sich an den vielen Blumen.
Der große Fisch aus verschieden farbigen Tulpen stand immer wieder im Mittelpunkt des Interesses der Gäste.


Bilder: weu

Oberviechtach/Lagerlechfeld. (weu) Achtzehn Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde machten sich vergangene Woche auf den Weg, um bei der Installation von Pfarrer Leander Sünkel als Militärpfarrer in Lagerlechfeld teilzunehmen. Zahlreiche Ehrengäste fanden sich in der evangelisch-lutherischen Versöhnungskirche Lechfeld ein, unter ihnen die Bürgermeister der umliegenden Orte, die Standortkommandanten von Kaufbeuren und Lagerlechfeld, evangelische Militärpfarrer, der zivile Dekan, die katholische Pastoralreferentin sowie der leitende Militärdekan von München. Bei der Handauflegung waren neben den evangelischen Militärpfarrern und der katholischen Pastoralreferentin auch Pfarrer Werner Herrmann aus Nabburg und Prädikant Klaus-Dieter Zirkelbach beteiligt. Die musikalische Umrahmung gestalteten der Gospelchor der evangelischen Militärseelsorge Lechfeld-Kaufbeuren sowie der gemischte Posaunenchor mit Bläsern aus Oberviechtach und der Standortkapelle Lechfeld. Anschließend gab es einen großen Empfang im Offizierskasino. Pfarrer Sünkel bestätigte den Gästen aus Oberviechtach, dass er sich schon gut eingelebt habe und auch mit der katholischen Pastoralreferentin sehr gut zurecht komme und große Unterstützung erhalte. „Es war ein großartiges Erlebnis!“ resümierte Prädikant Klaus-Dieter Zirkelbach und erwähnte, dass beim Abschied so manche Träne geflossen ist.

Bild: Achtzehn Oberviechtacher nahmen  an der Installation von Pfarrer Sünkel als Militärpfarrer in Lagerlechfeld teil. Der festliche Gottesdienst wurde gestaltet von evangelischen Militärpfarrern und der Pastoralreferentin. Auch Pfarrer Werner Herrmann aus Nabburg (zweiter von links) und Prädikant Klaus-Dieter Zirkelbach (dritter von links) waren beteiligt. 

 Bild. weu

Oberviechtach. (weu) Genau vor 100 Jahren trafen sich Vertreter christlicher Kirchen zum ersten Mal im schottischen Edinburgh zur Weltmissionskonferenz. Dies war der Ursprung der Gebetswoche zur Einheit der Christen. Das Ziel war, sich in den eigenen Ländern für die Verständigung der Konfessionen einzusetzen. Stand das Treffen vor 100 Jahren unter dem Motto „Heute Zeugnis von Christus ablegen“, so ist das Motto der diesjährigen Gebetswoche daran angelehnt: „Jesus Christus ist von den Toten auferstanden und ihr seid Zeugen“. Unter den mächtigen Klängen des Posaunenchors zogen Pfarrerin Heidi Gentzwein und Pfarrer Alfons Kaufmann am Sonntag nachmittag in die vollbesetzte Auferstehungskirche zum ökumenischen Gottesdienst ein. Angesichts der -trotz des schlechten Wetters- zahlreichen Gottesdienstbesucher meinte die Pfarrerin bei der Begrüßung: „So eine tolle Ökumene bin ich nicht gewöhnt. Das ist nicht in allen Orten so“. In ihrer Predigt ging sie auf das Auferstehungserlebnis ein und bezeichnete die Verkündigung des Evangeliums als Anliegen aller Christen. Es werde jedoch zunehmend schwieriger, nach dem Motto „...und ihr seid Zeugen“ zu leben und Zeugnis für den Glauben abzugeben. Das öffentliche Bekenntnis zum Glauben erfordere schon Zivilcourage. „Was bedeutet Ihnen Ihr Glaube“ fragte die Pfarrerin die Gottesdienstbesucher beider Konfessionen und verwies auf ein Blatt mit einem Labyrinth, das jeder Gläubige auf seinem Platz vorfand. Diese beliebte Darstellung des Glaubens- und Lebensweges verdeutliche auch das Bild der Ökumene. „Mal sind wir uns näher, mal ferner, aber immer ist unsere gemeinsame Mitte Jesus Christus.“, führte sie aus. „Folgen wir Jesus Christus, egal in welcher Konfession“ war ihre abschließende Aussage. Kirchenchor und Posaunenchor umrahmten den Gottesdienst feierlich. Die Fürbitten zur Weiterführung der Ökumene wurden von katholischen und evangelischen Gläubigen gemeinsam vorgetragen. Nach der von allen vorgelesenen Verpflichtung, lebendiges Zeichen für den Glauben zu sein, erteilten beide Geistliche den Schlusssegen. 

Bild: Beim ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrerin Heidi Gentzwein (rechts) und Pfarrer Alfons Kaufmann (links) in der Auferstehungskirche feierten, sprachen Christen beider Konfessionen die Fürbitten.

Bild. weu

Oberviechtach. (weu) Die evangelische Kirchengemeinde kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, das von vielen Sonnenseiten geprägt war. Gut 60 Kinder erlebten einen Kinderbibeltag zum Thema "Paulus", bei dem ein großes Team an katholischen und evangelischen Mitarbeitern erfreulichen Zusammenhalt gezeigt hatte. Die Feier der Osternacht mit anschließendem Frühstück hat die Gemeindeglieder einander nähergebracht. Der Posaunenchor spielte bei zahlreichen Gottesdiensten und Feiern mit hoher Qualität. Auch das große Engagement bei der Spendenaktion für die Tafel in Schwandorf und Amberg zählte zu den Sonnenseiten. Eine Trauung, drei Taufen und zwei Kircheneintritte gehörten ebenfalls dazu. Dem standen zwölf Sterbefälle und ein Austritt gegenüber. Im September musste die evangelische Gemeinde einen großen Verlust hinnehmen, als Pfarrer Leander Sünkel an seinen neuen Wirkungsort bei Augsburg wechselte. Umso erfreulicher ist jedoch, dass alle Gruppenleiter und Ehrenamtlichen weiterhin mit unvermindertem Engagement bei Kindergottesdiensten, Jungschar, Junge Gemeinde, "Treff", Frauenkreis, Familienchor, Posaunenchor und vielem mehr mitarbeiten, erklärten die Mitglieder des Kirchenvorstandes in einem Gespräch. Auch die Gottesdienste finden in gewohnter Regelmäßigkeit mit Prädikant Klaus-Dieter Zirkelbach und den Lektoren Walter Wölfel und Udo Weiß sowie der Vakanzpfarrerin Heidi Gentzwein statt. Dies zeige, dass Pfarrer Sünkel den richtigen Grundstein gelegt habe für eine "aktive Kirche".

 Bild:weu

Oberviechtach. (weu) Im Silvestergottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde gab es für unsere Mesnerin und Pfarrsekretärin Hannelore Grötsch eine Überraschung. Prädikant Klaus-Dieter Zirkelbach durfte ihr eine Urkunde für zwanzig Jahre treuen Dienst als Sekretärin und ein Buchgeschenk überreichen. Auch Vertrauensmann Udo Weiß dankte im Namen des Kirchenvorstandes für ihren langjährigen Dienst. Udo Weiß, der vor zwanzig Jahren an der Besetzung von Frau Grötsch beteiligt war, meinte: "Wir haben eine gute Wahl getroffen." Er wünschte Hannelore Grötsch, die auch schon siebzehn Jahre als Mesnerin tätig ist, alles Gute für die Zukunft und überreichte einen Gutschein für das "Haus der Vitalität" sowie einen Blumenstrauß.

Bild: Prädikant Klaus-Dieter Zirkelbach übergibt der Pfarrsekretärin und Mesnerin Hannelore Grötsch eine Urkunde für 20 Jahre Dienst.

Bild:weu

 
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